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|| Home > Presse > Presseinfo vom 12.04.2005
Diakonie Katastrophenhilfe fördert Hilfe zur Selbsthilfe 

Indonesien: Eigenes Einkommen für Tsunami-Opfer

Stuttgart, 12.04.2005
Beim Wiederaufbau in der vom Tsunami verwüsteten indonesischen Provinz Aceh will die Diakonie Katastrophenhilfe zügig Verdienstmöglichkeiten für die Flut-Opfer schaffen. „Vielen Fischern und Bauern ist ein eigenes Einkommen noch wichtiger als ein neues Haus, obwohl sie zurzeit in Zelten und Notunterkünften leben“, erklärt Projektkoordinator Bernd Baucks, der gerade von einer zweiwöchigen Projektreise durch Indonesien zurück gekehrt ist. „Es ist beeindruckend, wie viel Zuversicht und Kraft die Menschen aufbringen, um wieder auf die Füße zu kommen.“

Vielen Tsunami-Opfern falle es schwer, Hilfe von außen zu akzeptieren, so Baucks. „Wir unterstützen deshalb vor allem kleinere und lokale Initiativen und damit die Hilfe zur Selbsthilfe.“ Die Diakonie Katastrophenhilfe hat in den ländlichen Regionen an der Ost- und an der Westküste von Aceh damit begonnen, versalztes Ackerland zurückzugewinnen und die Bauern durch die Ausgabe von Saatgut und landwirtschaftlichen Geräten beim Anbau zu unterstützen. „Die Zeit drängt, denn jetzt beginnt die Aussaatperiode. Wenn sie nicht genutzt wird, fällt die Ernte aus und die Menschen bleiben abhängig von Lebensmittelhilfe“, betont der Projektkoordinator.

Darüber hinaus fördert die Diakonie in Banda Aceh die Gründung von Nähwerkstätten, Bäckereien und Rikscha-Unternehmen. Bislang hat die Diakonie Katastrophenhilfe rund 5,6 Millionen Euro zur Unterstützung von Tsunami-Opfern in Aceh und auf der Insel Nias zur Verfügung gestellt. Nach dem erneuten Erdbeben auf Nias Ende März werden dort derzeit vor allem in entlegenen Gebieten Lebensmittel und andere Hilfsgüter verteilt. Außerdem werden Erdbeben-Opfer medizinisch versorgt.

Die ständigen Erdstöße versetzten die Menschen auf Nias immer wieder in Angst und Schrecken, erklärte Baucks. „Bei der kleinsten Erschütterung verlassen sie voll Panik ihre Häuser oder flüchten in höher gelegene Gebiete aus Furcht vor möglichen Flutwellen.“  Doch inmitten der Trümmer seien bereits wieder kleine Verkaufsstände eröffnet worden, mit dem wenigen, was es gibt. „Der Alltag ist schon ein Stück weit zurück gekehrt“.


Hinweis  für Redaktionen:

Projektkoordinator Bernd Baucks steht Ihnen gerne für Interviews zur Verfü-gung. Bei Interesse wenden Sie sich bitte an

Dominique Mann: 0711-2159-186
Ute Dilg: 0711-2159-451

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