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Ein Mitarbeiter der Partnerorganisation International Orthodox Christian Charities (IOCC) versorgt einen schwerkranken Mann mit lebensnotwendigen Medikamenten. Foto: IOCC/GOPA

Mit der Ausgabe von Medikamenten werden chronisch erkrankte Menschen versorgt. Foto: Diakonie Katastrophenhilfe 

Vom andauernden Krieg sind die Kinder besonders betroffen. Foto: Christoph Püschner 

Hilfe zum Überleben

Flüchtlinge in Syrien

Die Welle der Gewalt findet in Syrien kein Ende. Der Bürgerkrieg ist noch unüberschaubarer und gewalttätiger gewordeneine humanitäre Katastrophe für die gesamte Region. Millionen Menschen sind auf der Flucht. Schätzungen zufolge wurden mehr als 6,5 Millionen Syrer intern vertrieben, fast fünf Millionen Menschen sind aus dem Land geflohen.

Der Krieg in Syrien ist unübersichtlich: zahlreiche Konfliktparteien stehen sich mit ihren politischen Interessen gegenüber. Dies darf jedoch nicht dazu führen, dass weniger Humanitäre Hilfe bei der Bevölkerung ankommt. „Die aktuellen Entwicklungen in Aleppo zeigen das große Leid der Zivilbevölkerung und die eingeschränkten Handlungsmöglichkeiten der Humanitären Hilfe. Wir fordern eine sofortige Einstellung der Kampfhandlungen, um lebensnotwendige Hilfe und den Schutz der Menschen zu gewährleisten. Eine Befriedung des Konflikts muss die oberste Priorität der Internationalen Staatengemeinschaft sein“, sagt Cornelia Füllkrug-Weitzel, Präsidentin der Diakonie Katastrophenhilfe. 13,5 Millionen Menschen sind auf humanitäre Hilfe angewiesen – darunter etwa sechs Millionen Kinder.

Die Hilfsmaßnahmen

Unsere Partnerorganisation IOCC (International Orthodox Christian Charities) und deren Partner GOPA (Greek Orthodox Patriarchate of Antioch and all the east) sind in Aleppo und der umliegenden Region aktiv. Die Diakonie Katastrophenhilfe unterstützt die Hilfe von IOCC/GOPA und die in Notunterkünfte evakuierte Bevölkerung. „Der Bedarf ist immens“, erläutert Vera Voss, die die Hilfe für Syrien mit IOCC abstimmt. Mehrere tausend Menschen sind nach Jibreen, südlich von Aleppo, geflohen. Dort müssen sie in alten Fabrik- und Lagerhallen unterkommen. Diese sind überfüllt und Strom oder Heizung gibt es nicht. Die Temperaturen liegen nachts um den Gefrierpunkt, so dass die Familien dringend Decken, Matratzen und Winterkleidung benötigen, um sich vor der Kälte zu schützen. Die Bedingungen sind so schlecht, dass viele Flüchtlinge von dort wieder in ihre zerstörten Häuser in Ost-Aleppo zurückgelehrt sind. Doch auch dort fehlt es ihnen an Allem.

Aktuell wird die genaue Anzahl der einzelnen Hilfsgüter mit dem Bedarf vor Ort abgestimmt. Umgesetzt wird das Verteilen von Trinkwasser und Hygiene-Paketen. Daneben werden Generatoren für Strom beschafft. Die Menschen erhalten zudem Winterkleidung und winterfeste Schuhe sowie Bettzeug und Matratzen.

Medikamente für kranke Menschen

Besonders dramatisch ist die Lage für Menschen mit chronischen Krankheiten, die einer stetigen Behandlung bedürfen. Aktuell sterben in Syrien schätzungsweise genauso viele Menschen an nicht behandelten chronischen Krankheiten wie an Kriegsverletzungen. Um diesen Menschen zu helfen, setzt die Diakonie Katastrophenhilfe derzeit zusammen mit dem Partner IOCC ein Projekt für Menschen mit schweren chronischen Krankheiten um. Dabei werden chronisch kranke Menschen oder Krebspatienten versorgt, die ohne Medikamente nicht oder nur mit hohem Gesundheitsrisiko überleben können. In Zusammenarbeit mit Apotheken und medizinischen Einrichtungen vor Ort stellt IOCC lebensnotwendige Arzneimittel für die Betroffenen zur Verfügung. Diese hätten sonst weder Zugang noch die nötigen finanziellen Mittel für die Therapie. Viele Menschen, die an Krebs oder einer chronischen Krankheit wie Diabetes und Immunkrankheiten leiden, können nun medizinisch versorgt werden. Durch das Projekt werden insgesamt 585 chronisch kranke Menschen in verschiedenen Teilen des Landes versorgt. Finanziert wird es ausschließlich mit Spendenmitteln.

Hoffnung für Familie Fawzat

Das Leben, wie es von Familie Fawzat aus As-Sweida im Südwesten Syriens geschildert wird, ist schwer. Nach langen Jahren der Arbeit und des Aufbaus kam der Krieg. Der Vater verlor seine Arbeit, die Kinder verließen ihr Zuhause, um ein Auskommen zu finden. Schon lange leidet der Vater an Bluthochdruck und Diabetes. Ein Bein hat er schon verloren, das zweite ist in Gefahr, ebenfalls amputiert zu werden. Er kann sein Bett nicht verlassen und benötigt einen Katheter. Seine Frau leidet an Typ 2 Diabetes und benötigt dringend regelmäßig Insulin. Hilfe erhielten sie keine –  nur ein unweit lebender Verwandter gab ihnen etwas Geld für Lebensmittel. Inzwischen versorgt IOCC das Ehepaar mit den für sie überlebenswichtigen Medikamenten.

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  • Mit 100 Euro kann ein chronisch kranker Patient mit lebenswichtigen Medikamenten versorgt werden

Fürbitten Syrien
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Aktualisiert am 26.01.2017

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Edith Sokolowsky hilft Ihnen gerne weiter:
Tel.: +49 (0)30 65211-1190
E-Mail: service@diakonie-katastrophenhilfe.de

Die Diakonie Katastrophenhilfe...

...leistet seit 60 Jahren weltweit dort Hilfe, wo die Not am größten ist. Sie unterstützt Menschen, die Opfer von Naturkatastrophen, Krieg und Vertreibung geworden sind und diese Notlage nicht aus eigener Kraft bewältigen können. Sie hilft unabhängig von Religion, Hautfarbe und Nationalität.

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