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Rückkehr in die Heimat 

Uganda

Die Gemeinden im Norden Ugandas leiden seit mehr als 20 Jahren unter einem bewaffneten Konflikt zwischen der "Lord's Resistance Army" (LRA), einer religiöse militanten Guerillaorganisation, und der ugandischen Regierung. Seit drei Jahren herrscht nun ein fragiler Friede und die Flüchtlinge kehren langsam in ihre Dörfer zurück.

Frauen holen Trinkwasser vom städtischen Brunnen in Kitgum. Um die Trinkwasserversorgung der zurückgekehrten Flüchtlinge zu gewährleisten, bohren Organisationen wie die Diakonie Katastrophenhilfe in Norduganda neue Tiefbrunnen.
Frauen holen Trinkwasser vom städtischen Brunnen in Kitgum. Um die Trinkwasserversorgung der zurückgekehrten Flüchtlinge zu gewährleisten, bohren Organisationen wie die Diakonie Katastrophenhilfe in Norduganda neue Tiefbrunnen.
Foto: Cordula Kropke

Eine Studie des Human Rights Centre (Universität Berkeley) kam zu dem Ergebnis, dass seit 1986 etwa 86% der Bevölkerung im Norden Ugandas vor den Auswirkungen des Konflikts flüchten musste. Teilweise lebten die Menschen 20 Jahre in Flüchtlingscamps. Seit der im Sommer 2006 begonnenen Friedensgespräche zwischen der LRA und der ugandischen Regierung ist in der Region Ruhe eingekehrt. Obwohl nach wie vor kein offizielles Friedensabkommen unterzeichnet wurde, kehren immer mehr Flüchtlinge in ihre Heimat zurück.

Der Prozess der Rückkehr ist ein langsamer Annäherungsprozess und findet in mehreren Etappen statt. Zunächst wechselten die Menschen von den sogenannten Muttercamps in Transitcamps, um von dort aus täglich zu ihren Feldern zu pendeln. Nach nunmehr drei Jahren relativen Friedens sind die Menschen bereit, an eine vollständige Rückkehr zu denken.

Unzureichende Wasserversorgung

Internationale Hilfsorganisationen ziehen sich nach und nach aus der Region zurück, da ihr unmittelbares humanitäres Mandat ausläuft. Dabei sind die Flüchtlinge gerade im langwierigen und schwierigen Rückkehrprozess auf externe Hilfe angewiesen. Neben der mangelnden Hygiene und dem Fehlen von landwirtschaftlichen Geräten und Saatgut ist das dringlichste Problem die Wasserversorgung.

Da in den letzten 20 Jahren hauptsächlich die Camps mit Wasserinfrastruktur versorgt wurden, ist die Versorgung in den Heimatgemeinden der Flüchtlinge zusammengebrochen oder war nie vorhanden. Eine Erhebung von UN OCHA vom Februar 2009 zeigt, dass die Distrikte Kitgum und Lamwo über 400 funktionierende Wasserstellen verfügen. Bei einer geschätzten Bevölkerung von 365.000 Menschen kommt so ein Brunnen auf fast 1.000 Menschen. Um die Verbreitung von sauberem Trinkwasser von derzeit 40% auf 63% anzuheben, müssen 212 neue Tiefbrunnen gebohrt und 30 bestehende Brunnen rehabilitiert werden.    

Fortsetzung von Agroforstwirtschaft-Projekt durch „Brot für die Welt“

Das in den Jahre 2007 und 2008 von der Diakonie Katastrophenhilfe ins Leben gerufene Agroforstwirtschaft-Projekt in Uganda wird nun von der Schwester-organisation „Brot für die Welt“ weitergeführt. Durch die Anpflanzung von mehr-jährigen Hölzern zusammen mit einjährigen landwirtschaftlichen Nutzpflanzen auf derselben Fläche wird der Wasserhaushalt stabilisiert und der Boden langfristig vor Erosion geschützt.

zuletzt aktualisiert: 01.03.2010

> Online spenden: Katastrophenhilfe weltweit

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