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Hoffnung in höchster Not 

Ostafrika

Der erste Regen nach der langen Trockenheit hat in Teilen Ostafrikas etwas Entspannung gebracht. Doch ein Ende der Not ist noch lange nicht in Sicht. Um die Folgen der Dürre zu bewältigen, brauchen die Menschen in den betroffenen Gebieten bis weit ins nächste Jahr dringend Unterstützung. Insgesamt leiden etwa 13 Millionen Menschen in Äthiopien, Kenia, Somalia und Djibouti unter dem Mangel an Wasser und Nahrung. Seit Monaten sind die Hilfskräfte der Diakonie Katastrophenhilfe und ihrer Partner im Dauereinsatz, um das Überleben der hungernden Menschen zu sichern. Dafür wurden bisher rund 8,8 Millionen Euro vom evangelischen Hilfswerk bereitgestellt.

Das Dadaab-Camp, zu dem die drei Lager Dagahaley, Hagadera und Ifo gehören, ist 1991 im Zuge des Bürgerkriegs in Somalia eingerichtet worden und sollte maximal 90.000 Flüchtlinge aufnehmen. Heute, 20 Jahre später, leben bereits fast 400.000 Menschen dort. Damit ist Dadaab zahlenmäßig die drittgrößte "Stadt" Kenias! Foto: Christoph Püschner / Diakonie Katastrophenhilfe

In Dadaab unterstützt die Diakonie Katastrophenhilfe im Rahmen des Einsatzes des kirchlichen Netzwerks von ACT alliance die Arbeit des Lutherischen Weltbundes. Dieser ist v.a. für die Lagerkoordination zuständig, leistet aber auch direkte Nothilfe in Form von Hilfsgüterverteilungen bis hin zu medizinischer Betreuung und psycho-sozialer Unterstützung. Foto: Christoph Püschner / Diakonie Katastrophenhilfe

Flüchtlingskinder werden durch medizinisches Fachpersonal des Lutherischen Weltbundes untersucht und erhalten einen Impfschutz. Foto: Christoph Püschner / Diakonie Katastrophenhilfe

Nachdem Dekha Osman durch die in Somalia anhaltende Dürre ihre gesamte Herde verloren hatte, floh sie mit ihren vier Kindern aus der Stadt Bardera in das Flüchtlingscamp Dadaab. Foto: Christoph Püschner / Diakonie Katastrophenhilfe

Nach der Registrierung erhalten die erfassten Flüchtlinge einen Grundausstattung mit Hygieneartikeln, die vom Lutherischen Weltbund bereitgestellt wird. Foto: Christoph Püschner / Diakonie Katastrophenhilfe

Neu in Dadaab angekommene Flüchtlingsfamilien warten auf die medizinische Untersuchung durch medizinisch ausgebildete Mitarbeiter vom Lutherischen Weltbund. Foto: Christoph Püschner / Diakonie Katastrophenhilfe

Ein Helfer des Lutherischen Weltbundes verteilt an eine Flüchtlingsfrau die so genannten "non-food items", bestehend aus einem Wasserkanister und Seife. Foto: Christoph Püschner / Diakonie Katastrophenhilfe

Ein Zuhause auf Zeit: Flüchtlingskinder in einem der neuen Zelte, in denen Schlaf- von Wohnraum getrennt sind. Foto: Christoph Püschner / Diakonie Katastrophenhilfe

Die drei Lager von Dadaab waren ursprünglich für 90.000 Menschen ausgelegt. Doch in den 20 Jahren Bürgerkrieg in Somalia sind deutlich mehr Flüchtlinge gekommen. Mittlerweile befinden sich mehr als 400.000 Menschen dort, viele in eigens errichteten provisorischen Zelten. Foto: Kristina Leipoldt / Diakonie Katastrophenhilfe

In Dadaab unterstützt die Diakonie Katastrophenhilfe den Lutherischen Weltbund, der fürs Camp-Management in Teilen der Lager zuständig ist. So stellen die Helfer sicher, dass Neuankömmlinge wie diese somalische Mutter mit ihren drei Kindern nach der Registrierung einen Platz finden und wissen, wie und wo sie Zelte, Nahrungsmittel, etc. bekommen können. Foto: Kristina Leipoldt / Diakonie Katastrophenhilfe

Zur Koordination der kirchlichen Helfer gehört es auch für alles von der Sicherheit bis zur Müllentsorgung in den von ihnen verwalteten Lagerteilen zu sorgen. Außerdem verteilt der Lutherische Weltbund Trinkwasser und organisiert Schulunterricht und Freizeitangebote für die Kinder in den Camps. Foto: Kristina Leipoldt / Diakonie Katastrophenhilfe

Die kenianische Regierung hat der Erweiterung von Dadaab zugestimmt, doch die neuen Zeltlager sind unsicher, es gibt keine Wachposten. Gerade Frauen sind bedroht, viele wurden schon Opfer sexueller Übergriffe. Foto: Kristina Leipoldt / Diakonie Katastrophenhilfe

Der Ansturm auf Dadaab überwältigt die Mitarbeiter in der Registrierungsstelle, die alle Neuankömmlinge registrieren, damit sie Nahrungsmittelmarken, Zelte und Decken erhalten. Jeden Tag kommen im Moment Hunderte Menschen aus dem ausgedörrten Süden Somalias in das Camp. Foto: Kristina Leipoldt / Diakonie Katastrophenhilfe

Im größten Flüchtlingscamp der Welt, im kenianischen Dadaab, leiden die Kleinsten am meisten. Fast die Hälfte der Kinder, die mit ihren Familien dort ankommen, ist mangelernährt, viele sterben in den ersten Wochen nach ihrer Ankunft. Foto: Kristina Leipoldt / Diakonie Katastrophenhilfe

Wie bei vielen, die schon seit Jahren oder sogar Jahrzehnten in Dadaab leben, wird das Lager für die Hungerflüchtlinge aus Somalia wohl Endstation sein. Oder zumindest müssen sie sich darauf einrichten, lange Zeit hier zu verbringen, den Kenia gewährt ihnen im Land selbst kein Asyl. Foto: Kristina Leipoldt / Diakonie Katastrophenhilfe

Die zweite Medikamentenlieferung der Diakonie Katastrophenhilfe mit 9 Tonnen Hilfsgütern ist sicher in Somalia angekommen. Foto: Christoph Püschner / Diakonie Katastrophenhilfe

Rainer Lang, Pressesprecher (l.) und Martin Kessler, Leiter Programmabteilung der Diakonie Katastrophenhilfe, begleiteten die Lieferung des evangelischen Hilfswerks von über 900 Kisten mit lebenwichtigen medizinischen Gütern, die fürs Banadir-Hospital in Mogadischu bestimmt sind. Foto: Christoph Püschner / Diakonie Katastrophenhilfe

In der schon 1992 im Bürgerkrieg zerstörten Kathedrale "Southern Cross" in Mogadischu leben seit Wochen Flüchtlinge der Dürrekatastrophe. Hawo Hassan (M., 6 Jahre) ist mit ihrem Bruder Osman Hassan (auf dem Rücken, 14 Monate) und ihren Eltern aus dem Süden Somalias in die umkämpfte Hauptstadt geflohen. Foto: Christoph Püschner / Diakonie Katastrophenhilfe

Rainer Lang, Pressereferent der Diakonie Katastrophenhilfe (M.), ein Übersetzer und Omar Olad Ahmed, Leiter der lokalen Hilfsorganisation DBG (r.), unterhalten sich mit einer Flüchtlingsfrau, die Zuflucht in den Ruinen der "Southern Cross"-Kathedrale gefunden hat. Foto: Christoph Püschner/ Diakonie Katastrophenhilfe

Auf der Kinderstation des Benadir-Hospitals in Mogadischu behandeln ein Arzt und eine Krankenschwester ein an Diarrhö erkranktes Flüchtlingskind. Foto: Christoph Püschner / Diakonie Katastrophenhilfe

Rainer Lang, Pressesprecher der Diakonie Katastrophenhilfe, lernt auf der Kinderstation des Banadir-Hospitals das an Durchfall erkrankte Flüchtlingskind Halimo Gedde (3 Jahre) kennen. Foto: Christoph Püschner / Diakonie Katastrophenhilfe

Mitarbeiter der lokalen Partnerorganisation der Diakonie Katastrophenhilfe verteilen Hilfspakete mit Zeltplanen und Moskitonetzen an die Flüchtlinge der Dürrekatastrophe in einem der Camps in Mogadischu. Foto: Christoph Püschner / Diakonie Katastrophenhilfe

In der noch vor Wochen umkämpften Gefechtslinie haben nach dem Rückzug der islamistischen Milizen weitere Flüchtlinge der Dürrekatastrophe ihre Notunterkünfte aufgeschlagen. Foto: Christoph Püschner / Diakonie Katastrophenhilfe

Zwei Flüchtlingsfrauen bereiten für ihre Familien im Camp eine kleine Mahlzeit. Jeder Familie erhält eine Ration Reis, Bohnen und Speiseöl. Foto: Christoph Püschner / Diakonie Katastrophenhilfe

In den Flüchtlingscamps rund um Mogadischu erhalten viele Kinder erstmals seit langem eine richtige Mahlzeit - Reis mit Ziegenfleisch und etwas Gemüse. Foto: Christoph Püschner / Diakonie Katastrophenhilfe

Vor den Essensausgaben bilden sich lange Schlangen. Allein in Mogadischu werden täglich bis zu 85.000 Menschen mit einer warmen Mahlzeit versorgt. Foto: Christoph Püschner / Diakonie Katastrophenhilfe

Kinder warten auf die Essensausgabe in einem der Flüchtlingscamps in Mogadischu. Nach US-Angaben sind von Mai bis Juli in Somalia bereits rund 29.000 Kinder durch die Hungersnot gestorben. Foto: Christoph Püschner / Diakonie Katastrophenhilfe

Angesichts der dramatischen Ausmaße der verheerenden Dürre in Ostafrika hat das evangelische Hilfswerk seine Unterstützung auf 4 Millionen Euro verdoppelt. Foto: Christoph Püschner / Diakonie Katastrophenhilfe

Die Diakonie Katastrophenhilfe stellt für zwei Hilfsflüge mit Medikamenten und Material, die für das Banadir-Hospital in Mogadischu bestimmt sind, 500.000 Euro bereit. Das Krankenhaus ist eine der wenigen noch funktionierenden Gesundheitseinrichtungen in Somalia. Foto: C. Püschner / Diakonie Katastrophenhilfe

Das Banadir-Hospital erhält Standardmedikamenten und Material wie Handschuhen, Spritzen und Kanülen. Foto: C. Püschner / Diakonie Katastrophenhilfe

Die Lieferung erfolgt über die "Mission for Essential Drugs and Supplies" (MEDS), eine kirchliche Zentralapotheke in Kenia, so dass die Medikamente schnell nach Somalia gelangen. Foto: C. Püschner / Diakonie Katastrophenhilfe

Eine junge Äthiopierin macht sich auf den langen und mühsamen Weg zur nächsten Wasserstelle. Foto: Christof Krackhardt / Diakonie Katastrophenhilfe

In Äthiopien sorgt die Diakonie Katastrophenhilfe mit ihrem Partner APDA unter anderem für die Anlage von Trinkwasserspeichern und ähnliche Vorsorgemaßnahmen. Foto: Christof Krackhardt / Diakonie Katastrophenhilfe

In Äthiopien unterstützt das evangelische Hilfswerk seinen Partner APDA. Die Afar Pastoralist Development Association hilft  hauptsächlich armen Viehhaltern in der Region Afar. Foto: Christoph Krackhardt / Diakonie Katastrophenhilfe

Wie auch andernorts in Ostafrika kommen in Äthiopien regelmäßig lokale Einsatzkräfte mit Tankwagen, um die leeren Wasserspeicher zu füllen. Foto: Christof Krackhardt / Diakonie Katastrophenhilfe

Die Dürre in Ostafrika trifft auch Äthiopien hart, nach offiziellen Schätzungen leiden dort mittlerweile 3,2 Millionen Menschen unter den Folgen der Trockenheit. Foto: Christof Krackhardt / Diakonie Katastrophenhilfe

Im kenianischen Marsabit, wo die Diakonie Katastrophenhilfe aktiv ist, ist Wasser nur noch in einigen sehr tiefen Brunnen zu finden, und muss über waghalsig errichtete Konstruktionen geholt werden. Foto: Christof Krackhardt / Diakonie Katastrophenhilfe

In Kenia sind etwa 3,2 Millionen Menschen von der Dürre bedroht, in der Region um Marsabit hilft die Diakonie Katastrophenhilfe den Betroffenen. Foto: Christof Krackhardt

Das Grasland ist kahl und verödet. Immer häufiger kommt es zwischen den Viehhaltern zu Konflikten um die wenigen verbliebenen Weideplätze und Wasserstellen. Foto: Christof Krackhardt / Diakonie Katastrophenhilfe

Die Situation in der überwiegend von Nomaden bewohnten Gegend Marsabit im Osten Kenias hat sich in den vergangenen Wochen drastisch verschlechtert. Foto: Christof Krackhardt / Diakonie Katastrophenhilfe

Angesichts des akuten Wassermangels versorgt die Diakonie Katastrophenhilfe 1.500 Menschen drei Monate lang mit Trinkwasser, das Tanklaster ins Dürregebiet von Marsabit bringen. Dafür nehmen die Menschen oftmals einen langen Weg in Kauf. Foto: Christof Krackhardt / Diakonie Katastrophenhilfe

Rund um Marsabit in Kenia bringen die Partner der Diakonie Katastrophenhilfe Trinkwasser per Tankwagen zu den Dürreopfern. Foto: Christof Krackhardt / Diakonie Katastrophenhilfe

Bislang hat die Diakonie über 30.000 Liter Trinkwasser an die Dürreopfer rund um Marsabit in Kenia geliefert. Foto: Christof Krackhardt / Diakonie Katastrophenhilfe

Immer mehr Menschen in Kenia leiden Hunger und Durst: Im Nordosten sind zum Teil bereits 37 Prozent der Bevölkerung, vor allem Kinder, akut mangelernährt. Foto: Christof Krackhardt / Diakonie Katastrophenhilfe

Foto: C. Püschner

Foto: C. Püschner

Foto: C. Püschner

Foto: C. Püschner

Foto: C. Püschner

Foto: C. Püschner

Frauen warten auf die Verteilung von Hilfsgütern. Foto: REUTERS/ Feisal Omar, courtesy Trust.org – Alertnet

Lange Schlangen bilden sich überall, wo Lebensmittel ausgegeben werden – wie hier südlich von Mogadischu. Foto: REUTERS/ Feisal Omar, courtesy Trust.org – Alertnet

Kleine Kinder sind besonders anfällig. Eine Frau wartet auf medizinische Behandlung. Foto: REUTERS/ Omar Faruk, courtesy Trust.org – Alertnet

Junge in einem Camp nahe der äthiopischen Stadt Dolo Ado. Foto: Reuters / STR New, courtesy Trust.org – Alertnet

Hungernde kenianische Kinder warten vor ihrer Notunterkunft auf Essen. Foto: REUTERS / Flora Bagenal, courtesy Trust.org – AlertNet

Hoffnung in höchster Not: Zehntausende Dürreopfer in Ostafrika haben in den letzten Monaten dank des Einsatzes der Diakonie Katastrophenhilfe und ihrer Partner vor Ort lebensrettendes Trinkwasser, Medikamente, Nahrungsmittel erhalten. Seit Mai hat das evangelische Hilfswerk am Horn von Afrika Hilfe für mehr als 600.000 Menschen auf den Weg gebracht. Diese konzentriert sich vor allem auf den Süden Somalias und die ländlichen Gebiete im Nordosten Kenias und in Äthiopien, die der Wassermangel besonders hart trifft. Gleichzeitig geht die Versorgung der Flüchtlinge in den Lagern von Dolo Ado und Dadaab weiter.

Eine Viertel Million Menschen hungern noch

Die Hungerkrise ist trotz der laufenden Hilfsmaßnahmen und dem endlich einsetzenden Regen noch lange nicht ausgestanden. „Viele Menschen in der Region werden sich auch in den nächsten Monaten noch nicht wieder aus eigener Kraft versorgen können“, erklärt Kai Henning, Programmverantwortlicher der Diakonie Katastrophenhilfe für Afrika. Am kritischsten ist die Situation weiterhin im Süden Somalias.

Die Vereinten Nationen warnen vor der schlimmsten Ernährungskrise im Land seit den 90er Jahren. Die Bevölkerung dort leidet zweifach: Unter der Dürre und dem andauernden Bürgerkrieg. 250.000 Menschen sind auch jetzt noch akut vom Verhungern bedroht.

Partnerorganisation genießt hohe Akzeptanz

Die anhaltende Gewalt und Unsicherheit macht es Hilfsorganisationen jedoch schwer, die Notleidenden in den betroffenen Gebieten zu erreichen. Fast täglich werden Bombenanschläge und Kämpfe aus Mogadischu und anderen Landesteilen gemeldet. Gleichzeitig fliehen weiter Tausende aus dem Bürgerkriegsland in die Nachbarstaaten.

Die somalische Partnerorganisation der Diakonie Katastrophenhilfe ist unter den wenigen Organisationen im Land, die ihre Arbeit bis jetzt fortsetzen können. Ihre strikte Neutralität und langjährige Präsenz sichert ihnen die Akzeptanz und den Respekt aller lokalen Autoritäten

Mit dem Regen steigt die Gesundheitsgefahr

Der lang ersehnte Regen bringt zugleich neue Probleme mit sich. Denn vielerorts sind nach starken Niederschlägen Straßen und Wege überschwemmt und zum Teil unpassierbar, so dass Hilfslieferungen kaum vorankommen. Für die vielen somalischen Flüchtlinge und Vertriebenen in den Lagern und Flüchtlingsansammlungen steigt mit dem Regen zudem die Gesundheitsgefahr. Ihre Zelte und Behelfsunterkünfte bieten oft nur unzureichend Schutz vor der Witterung.

Es fehlt an Plastikplanen und Moskitonetzen zum Schutz vor Malaria. Die Fälle von Dengue-Fieber, Durchfall und Malaria aber auch Lungenentzündungen und Erkältungen sind seit Beginn der Regenzeit deutlich gestiegen.

Warten auf die neue Ernte

Der Regen fällt zudem regional sehr unterschiedlich aus. Während es beispielsweise in Djibouti erneut viel zu wenig geregnet hat, um die Wasserspeicher aufzufüllen und Felder zu bebauen, lassen die Niederschläge andernorts endlich wieder das Gemüse und Getreide sprießen. Für die meisten Anbaugebiete Kenias und Äthiopiens sagen Fachleute gute Erträge bei Bohnen und anderen Grundnahrungsmitteln voraus. Bis zur Ernte im Frühjahr ist jedoch auch dort ein Großteil der Menschen auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen. Obendrein sind viele Viehherden stark dezimiert und die überlebenden Tiere aufgrund des langen Mangels geschwächt und krank.

Besser vorbereitet auf die nächste Dürreperiode

Neben der Nothilfe setzt die Diakonie Katastrophenhilfe daher auch auf langfristige Ernährungssicherung und Vorsorge, damit die Menschen in der Region solche Krisen künftig besser überstehen. Denn mit dem Klimawandel werden Wetterextreme in Zukunft eher noch zunehmen. Unregelmäßige Regenfälle, lange Trockenzeiten, sowie Starkregen und Überschwemmungen bedrohen vor allem die Existenz der Kleinbauern und Viehhalter in Afrika.

Mit dem Bau von Wasserspeichern, Brunnen und Bewässerungskanälen hilft das evangelische Hilfswerk in Kenia und Äthiopien der lokalen Bevölkerung, die kurzen Regenzeiten und knappen Wasservorräte besser zu nutzen. Auch die Einführung schnell reifender, dürreresistenter Nutzpflanzen und organischen Düngers sollen beitragen, die Landwirtschaft an den Klimawandel anzupassen.

Bis Dezember 2011 hat die Diakonie Katastrophenhilfe für ihre Nothilfe und weiterführenden Projekte bereits rund 8,8 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.

zuletzt aktualisiert: 23.12.2011

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