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Lange Jahre galt Simbabwe als gutes Beispiel für die positive Entwicklung eines afrikanischen Landes. Heute steht der ehemalige Hoffnungsträger vor enormen Problemen: Die politische Lage ist instabil und eine anhaltende Wirtschaftskrise hat viele Menschen arbeitslos gemacht. Auf dem Land haben wiederholte Dürreperioden, Ernteausfälle und ein dramatischer Mangel an Saatgut dafür gesorgt, dass fast die Hälfte der Bevölkerung sich nicht mehr aus eigener Kraft ernähren kann. Sauberes Trinkwasser ist knapp und das Gesundheitswesen in einem desolaten Zustand. Als Folge der katastrophalen Versorgungslage brach 2008 eine Choleraepidemie aus.
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In den vergangenen Jahren hat die Diakonie Katastrophenhilfe in Zusammenarbeit mit ihrer Partnerorganisation vor Ort, dem Lutherischen Entwicklungsdienst, in vielen Dörfern neue Tiefbrunnen gebohrt und die Trinkwasserversorgung von Krankenhäusern und Gesundheitsstationen verbessert. Denn sauberes Wasser rettet Leben und beugt Krankheiten vor. 1.145 Freiwillige informierten sich in Schulungen über hygienische Vorsorgemaßnahmen zum Schutz vor weiteren Epidemien. Hungernde Familien erhielten lebenswichtige Grundnahrungsmittel und verarmte Bauern dringend benötigtes Saatgut.
Hunger und Durst stillen
Im Rahmen des Beschäftigungsprogramms „Food für Work“ (Essen für Arbeit) reparierten die Menschen in den Dörfern zerstörte Brücken, Straßen, Häuser und Schulen. Dr. Christina Ullrich, Mitarbeiterin der Diakonie Katastrophenhilfe, zeigte sich beeindruckt von der Begeisterung, mit der die Menschen ihr Leben in die Hand nahmen: „Auch Freiwillige, die keine Lebensmittel erhielten, haben mitgemacht.“
Die erste Not ist gelindert. Jetzt geht es darum, die Lebensbedingungen der Menschen dauerhaft zu verbessern. Gesundheitsstationen sollen an das Stromnetz angeschlossen, Solaranlagen zur Stromerzeugung installiert werden. Ökologische Anbaumethoden helfen den Bauern Simbabwes, die knapper werdenden Niederschläge effizienter zu nutzen und so ihre Ernteerträge zu steigern. So sollen sich die Menschen zukünftig wieder ohne fremde Hilfe ernähren können.
zuletzt aktualisiert: 09.07.2010
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