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Astrid Nissen ist Leiterin unseres Projektbüros in Haiti. Seit fünf Jahren koordiniert sie zusammen mit 26 Mitarbeitenden Hilfsmaßnahmen in dem Land, das immer wieder von Wirbelstürmen und Überschwemmungen heimgesucht wird.
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Wie ist die Lage zwei Monate nach dem Erdbeben in Port-au-Prince und im Süden in der Region um Jacmel und Bainet?
Die Lage ist weiterhin angespannt. Die Lebensbedingungen der vielen tausend Menschen, die auf öffentlichen Plätzen Zuflucht gesucht haben, sind sehr schwierig. Nicht nur im Hinblick auf die regelmäßige Versorgung mit Lebensmitteln und Wasser sondern vor allem auch die hygienischen Umstände sowie die improvisierten Unterkünfte.
In den ländlichen Gebieten, wie beispielsweise Bainet, kommt die Hilfe oft nur schleppend an. Durch das schlechte Straßennetz und die verstreute Besiedlung sind Verteilungen mit großen logistischen Problemen verbunden. Die Organisation und Umsetzung der Nothilfe unter den Umständen hier in Haiti erfordert viel Kraft und strapaziert die Kapazitäten des Teams gewaltig. Aber unsere Partnerorganisationen leisten trotzdem sehr gute und effiziente Arbeit, die mit dazu beiträgt, die Not der Menschen zu lindern.
Wie haben sich die Maßnahmen zur Katastrophenvorsorge, die 2007 begonnen wurden, bei dem Erdbeben bewährt?
Die lokalen Katastrophenschutzkomitees in der Gemeinde Bainet, die im Rahmen des Projektes zur Katastrophenvorsorge ausgebildet und ausgerüstet werden, haben sehr schnell Informationen über Ausmaß der Schäden, Todesopfer und Verletzte an den Zivilschutz geliefert. Die Einsatzbrigaden dieser Komitees sind wenige Stunden nach dem Erdbeben ausgerückt, um nach verschütteten Personen und Verletzten zu suchen. Desweiteren haben 14 von 15 sturmsicher gebauten Häusern in Bainet dem Erdbeben standgehalten. Ebenso haben zwei Notunterkünfte in Bresilienne und Bainet das Beben unbeschadet überstanden.
zuletzt aktualisiert: 25.03.2010
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