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Vor sechs Monaten hat ein Erdbeben mit verheerender Wucht Haiti erschüttert. Gleich nach dem schweren Beben am 12. Januar 2010 hat die Diakonie Katastrophenhilfe in der stark betroffenen Region Jacmel mit der Verteilung von Hilfsgütern begonnen, Partner des evangelischen Hilfswerks leisteten Nothilfe in der Hauptstadt Port-au-Prince und in Leogane. Heute liegt der Fokus der Arbeit auf dem Bau von Häusern in der Region Jacmel.
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In Jacmel und dem nahegelegenen Ort Bainet, wo die Diakonie Katastrophenhilfe mit ihren Partnern schon seit fünf Jahren tätig ist, hat die Diakonie Katastrophenhilfe zunächst Hilfsgüter verteilt, unter anderem Decken, Hygienesets, Kochgeschirr und Plastikplanen. Danach erhielten Hunderte Familien Zelte.
Wiederaufbau ohne Zwischenschritte
Die Diakonie Katastrophenhilfe bringt mit Hochdruck vor allem den Wiederaufbau im Süden voran. "Wir steigen direkt in den Wiederaufbau ein, ohne provisorische Unterkünfte zu bauen", betont Astrid Nissen, Büroleiterin der Diakonie Katastrophenhilfe in Haiti. Der Zwischenschritt mit den Übergangsunterkünften hält sie im Süden für zu aufwändig und zu teuer. Dieses Geld kann man in den Wiederaufbau stecken.
Ein halbes Jahr nach dem Erdbeben hat die Diakonie Katastrophenhilfe schon 130 Häuser errichtet. Damit ist sie schon weiter als andere Organisationen, die provisorische Unterkünfte errichten. Diese bieten in der Hurrikansaison bei schweren Stürmen und Fluten nur unzureichend Schutz. Besonders berücksichtigt werden bei der Zuteilung von Frauen geführte Haushalte, Familien mit Kleinkindern sowie behinderten Angehörigen oder Familien, die Todesopfer zu beklagen haben.
Schutzbauten entstehen
Das gesamte Volumen der Projekte bis Ende 2011 umfasst 8,8 Millionen Euro. Bis dahin sollen insgesamt 1.800 neue Häuser entstehen. Die Maßnahmen umfassen die Beseitigung von Trümmern sowie den Bau von zusätzlichen Schutzzentren für den Katastrophenfall. Das zweite dieser neuen Gebäude wurde jetzt in Bainet fertig gestellt. Nach Einschätzung der Leiterin des Büros der Diakonie Katastrophenhilfe in Haiti, Astrid Nissen, ist dies ein wichtiger Schritt angesichts der Hurrikansaison. "In Haiti leben noch viele Menschen in Zelten, die bei schweren Stürmen nicht genügend Schutz bieten", sagte sie.
Hilfsmaßnahmen im Bereich der medizinischen Versorgung unterstützt die Diakonie Katastrophenhilfe in Leogane sowie im ländlichen Raum nördlich der Hauptstadt Port-au-Prince, wo der Bedarf stark gestiegen ist, weil viele Menschen die zerstörte Hauptstadt verlassen haben. Außerdem steht die Wiederherstellung von Schulen und Kliniken auf dem Plan.
zuletzt aktualisiert: 07.07.2010
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