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Die Ursachen für die Schwere der Überschwemmungen rund um die philippinische Hauptstadt Manila sind nach Einschätzung von Experten sowohl im Klimawandel als auch in Bau- und Umweltsünden zu suchen.
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Die Inselgruppe der Philippinen liegt auf dem „Weg“ der Taifune im Pazifik. Bis zu 20 Wirbelstürme suchen das Land jedes Jahr heim und fordern zahllose Opfer besonders unter der armen Bevölkerung. Die Anzahl und Stärke der Stürme haben in den vergangenen Jahren auf Grund der Auswirkungen des Klimawandels stark zugenommen. Sie sind immer häufiger mit weitläufigen Überschwemmungen und Erdrutschen verbunden, die große Zerstörung bringen.
Doch auch starke Regenfälle reichen oft aus, Sturzfluten und Überschwemmungen zu bringen – wie zum Beispiel in zwei Städten und 14 Gemeinden der Provinz Misamis Oriental (Mindanao) im Januar 2009. Viele Straßen in Manila sind so versiegelt, dass das Wasser nicht abfließen kann. Das noch aus Kolonialzeiten stammende Estero-Kanalsystem ist zwar intakt, wird aber nicht mehr gewartet, ist überbaut worden oder mit Müll verstopft.
„Das Ausmaß der Katastrophen 2009 hat gezeigt, wie wichtig Katastrophenvorsorge ist“, sagt Carlos Padolina von CDRC, einer philippinischen Partnerorganisation der Diakonie Katastrophenhilfe. "Der Katastrophenschutz muss weiter ausgedehnt werden", so Padolina. Seit 2008 unterstützen die beiden Organisationen Gemeinden in besonders gefährdeten Gebieten daher dabei, sich auf solche Katastrophen vorzubereiten und eigene Schutzmaßnahmen zu entwickeln.
Die Bewohner von 72 Gemeinden in Luzon werden über die Auswirkungen des Klimawandels sowie die Notwendigkeit der Anpassung informiert und erhalten Trainings zu den Themen Umweltschutz und Katastrophenvorbereitung. Durch Notfall-Übungen und Frühwarnsysteme sollen die neu gebildeten Katastrophen-vorsorge-Komitees im Katastrophenfall schnell reagieren können, so Zeit gewonnen und Leben gerettet werden. Zusätzlich werden die Dorfbewohner mit „E-Bags“, Taschen gefüllt mit überlebenswichtigen Dingen wie Lampen, Westen, Pfeifen etc. und zuverlässigen Kommunikationsmitteln ausgestattet. Ein All-Wetter-Fahrzeug, das auf Abruf zu den Gemeinden durchdringen kann, soll Menschen sowie Hilfsgüter transportieren.
zuletzt aktualisiert: 17.02.2010
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