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Die Tropenstürme „Ketsana“ und „Parma“ fegten mit großer zerstörerischer Kraft über die Philippinen hinweg. Nach Wind und Regen kam es in der Folge zu zahlreichen Erdrutschen. Die Diakonie Katastrophenhilfe hilft vor Ort.
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Foto: REUTERS/John Javellana, www.alertnet.org
Die beiden Taifune "Ketsana" und "Parma" haben Ende September 2009 (26. September und 3. Oktober) weite Teile der Philippinen in ein Katastrophengebiet verwandelt. In den besonders betroffenen Regionen hat kaum ein Gebäude den Wassermassen standgehalten, die Ernte ist zerstört. Die betroffenen Provinzen liefern jährlich über die Hälfte der philippinischen Reisernte, doch auch vier Wochen später steht in zahlreichen Städten und Dörfern sowie deren Umland das Wasser noch immer.
Gemeinsam mit der lokalen Partnerorganisation "Citizens’ Disaster Response Center" (CDRC) hilft die Diakonie Katastrophenhilfe etwa 120.000 Menschen im Katastrophengebiet. Seit dem ersten Taifun Ketsana verteilt das CDRC Lebensmittel, Decken, Medikamente gegen Fieber und Durchfall, Trinkwasser und Hygieneartikel. "Die Lebensmittel-Pakete enthalten vor allem Reis, Bohnen, Zucker und Speiseöl", berichtet Carlos Padolina, Projektkoordinator beim CDRC.
Im Norden der Insel Luzon, nicht weit von den am schwersten betroffenen Gebieten, hat das CDRC ein Büro. Auch das Büro ist von den Unwettern beschädigt worden. "Dennoch wollen wir so schnell wie möglich noch mehr Hilfe leisten", erklärt Padolina. Die AKtivitäten der Diakonie Katastrophenhilfe und des CDRC werden unterstützt vom Auswärtigen Amt.
Inzwischen droht eine weitere Gefahr: Die einer Epidemie. Rasend schnell breitet sich zurzeit die Leptospirose aus, eine Bakterieninfektion, die sich über verschmutztes Wasser überträgt. Seit Anfang Oktober starben bereits knapp 150 Menschen, 2.000 wurden infiziert, Antibiotika an 1,3 Millionen Menschen verteilt.
Die Inselgruppe der Philippinen liegt auf dem "Weg" der Taifune im Pazifik. Bis zu 20 Wirbelstürme suchen das Land jedes Jahr heim und fordern zahllose Opfer besonders unter der armen Bevölkerung. Die Anzahl und Stärke der Stürme haben in den vergangenen Jahren auf Grund der Auswirkungen des Klimawandels stark zugenommen.
Die beiden Taifune hatten Windgeschwindigkeiten von bis zu 250 km/h und brachten außerdem heftigste Regefälle in der Hauptstadt Manila und den nördlich gelegenen Landesteilen. Weite Teile wurden tagelang überschwemmt - manche Regionen bis heute, Erdrutsche sorgten für weitere Zerstörung. Die Zahl der Todesopfer liegt trotz großflächiger Evakuierungen fast bei 900 Menschen, die Zahl der Betroffenen geht in die Millionen.
zuletzt aktualisiert: 24.10.2009
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