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Kolumbien – Hintergrund 

Aufklärung über Landminen und Blindgänger

Kinder werden immer häufiger Opfer von Landminen und Blindgängern. Sie sind besonders gefährdet, da die bewaffneten Gruppen häufig Schulen besetzen und die Umgebung und Zugangsstraßen verminen. In der Region Cauca, die von den gewaltsamen Auseinandersetzungen besonders betroffen ist, gab es im vergangenen Jahr 85 Minenopfer, 40 Prozent davon waren jünger als 18 Jahre.

Es gibt bisher zu wenig offizielle Entminungsaktionen und zu wenig Informationen über das Problem. Lehrer und Lehrerinnen nehmen daher an Trainingsmaßnahmen zum Thema Landminen und Selbstschutz teil. Sie sollen Kinder und Jugendliche besser über die Gefahren und Vorsichtsmaßnahmen aufklären können. Dazu erstellen sie didaktisches Material, bereiten es jugendgerecht auf und vermitteln es im Unterricht weiter. Zum Schutz vor gewalttätigen Übergriffen erarbeiten Eltern, Schulkinder und Lehrkräfte außerdem gemeinsam Notfallpläne und proben Evakuierungen.

Gleichzeitig werden die Gebäude durch Zäune und Mauern als neutrale Räume markiert, um sie vor der Besetzung durch bewaffnete Gruppen zu schützen. Insgesamt nehmen mehrere Tausend Kinder, sowie Hunderte von Lehrkräften und Eltern am Landminenprogramm teil.

zuletzt aktualisiert: 07.08.2009

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