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Jean-Nervain Batichon, Leiter des Wiederaufforstungsprogramms der Diakonie Katastrophenhilfe in Haiti, berichtet im Gespräch mit Cecibel Romero über seine Erfahrungen.
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Was ist das Besondere an dem Programm?
Wir berücksichtigen nicht nur den Umweltaspekt, sondern achten auch darauf, dass sich das Holz oder die Früchte der gepflanzten Bäume später gewinnbringend vermarkten lassen.
Stehen die Menschen vor Ort hinter den Wiederaufforstungsmaßnahmen? Ist ihnen klar, dass es um mehr geht als nur Bäume pflanzen?
Unsere Partnerorganisationen vor Ort waren von Anfang an beteiligt. Sie haben den Prozess in der Hand. Selbst wenn sich die Diakonie Katastrophenhilfe morgen zurückziehen würde, würde das Projekt nicht zusammenbrechen. Unsere Partnerorganisationen haben das Wissen und alles Material, um selbst Baumschulen anzulegen. Und sie wissen, dass es nicht damit getan ist, junge
Bäumchen in die Erde zu setzen und sie dann zu vergessen.
Die Wirbelstürme haben in den Pflanzungen große Schäden angerichtet. Hat das den Leuten nicht den Mut genommen?
Nein, im Gegenteil. Wir haben daraufhin noch mehr über den richtigen Standort von Pflanzungen diskutiert, um die jungen Setzlinge und Bäume besser vor Stürmen zu schützen.
Hatten Sie nach den Wirbelstürmen mehr Arbeit?
Ja natürlich, aber das ist gut so. Als wir mit dem Projekt anfingen, war es zum Teil schwierig, die Bauern davon zu überzeugen, dass sie uns Gelände für die Pflanzungen zur Verfügung stellen. Nun kommen die Leute zu uns und wollen, dass auf ihrem Land Bäume gesetzt werden.
zuletzt aktualisiert: 17.06.2009
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