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Saleha Begum, ihr Ehemann Hazrat Molla und die fünf Kinder der Familie leben in Gunary, einer Siedlung im Khulna Distrikt in Bangladesch. In der Nacht vom 15. auf den 16. November 2007 raste der Wirbelsturm Sidr mit Windgeschwindigkeiten über 200 Stundenkilometern über Bangladesch hinweg. Zurück blieb ein etwa 70 Kilometer breiter, verwüsteter Streifen Landschaft. Auch Gunary war betroffen.
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Die verheerende Naturgewalt forderte etwa 3.300 Menschenleben, zerstörte etwa 360.000 Häuser, vernichtete Reisfelder und Fischerboote und damit die Existenzgrundlage Tausender. Saleha Begum und ihre Familie retteten ihr nacktes Leben, aber ihr Dorf war zerstört. "Ein Baum ist auf unser Haus gefallen", berichtet Saleha. "Alles war kaputt." Wie die anderen Dorfbewohner wurden Begums über die Lautsprecher der Moschee vor dem Wirbelsturm gewarnt. Die Familie floh vor den Wassermassen in einen nahe gelegenen Schutzbau. Mitnehmen konnten sie nur ein wenig Kleidung und Essen für die Kinder. Zwei Tage harrte die Familie in bedrückender Enge aus. Die Kinder versuchten in aufrechter Haltung ein wenig Schlaf zu finden. Die Diakonie Katastrophenhilfe versorgte in der Zeit unmittelbar nach dem Wirbelsturm etwa 60.000 Überlebende mit Trinkwasser, Lebensmitteln und Medikamenten.
Ein neues Zuhause
Heute hat Familie Begum wieder ein Dach über dem Kopf. Erste Hilfe beim Wiederaufbau der zerstörten Dörfer leistete Prodipan – eine Partnerorganisation der Diakonie Katastrophenhilfe. Die Experten halfen nicht nur der Familie von Saleha Begum, ein neues Haus mit einem Backstein-Sockel zu bauen. Eine Bauweise, die eher geeignet ist, einem neuen Wirbelsturm standzuhalten. Der Backstein-Sockel wird im Innenbereich mit feuchtem Erdreich gefüllt. Dadurch erhält das Fundament des Hauses eine größere Stabilität. Die Fachleute deckten das Haus mit Wellblech und errichteten eine Regenrinne mit Abflussrohr. Nun wird so das Regenwasser in einem Wassertank aufgefangen. Mit Spendengeldern der Diakonie Katastrophenhilfe sorgte Prodipan zudem dafür, dass die Familie es sich in ihrem neuen Haus wohnlich machen konnte. Kleidung, das Nötigste an Hausrat wie Teller, Löffel, Decken, Streichhölzer und Kerzen wurde der Familie zur Verfügung gestellt sowie dringend benötigte Medizin und Lebensmittel.
Diana Auwärter /Annette Lübbers
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