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Nach offiziellen Angaben wurden durch das Erdbeben, das sich am 12. Mai 2008 in der chinesischen Provinz Sichuan ereignete, 69.019 Menschen getötet und 373.573 verletzt. 18.629 weitere werden noch vermisst. Durch das Erdbeben sind komplette Dörfer und Stadtteile eingestürzt, ganze Straßenzüge, Fabriken und Schulen brachen in sich zusammen.
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Seit dem Erdbeben erschweren vor allem die dadurch ausgelösten Erdrutsche und Steinschläge den Zugang zu den betroffenen Menschen. Straßenverbindungen sind blockiert, das Vorankommen der Rettungsmannschaften und Hilfslieferungen ist schwer oder in manchen Regionen noch gar nicht möglich. Da viele der Opfer in den Trümmern verschüttet wurden und die Bergung der Leichen nur langsam vonstatten geht, besteht weiterhin die Gefahr des Ausbruchs von Seuchen.
Angst vor Flutwellen
Zudem bewirkten Erdrutsche an mehreren Stellen den Rückstau von Flüssen, weil das jeweilige Flussbett durch die Erdmassen völlig blockiert wurde. Durch das steigende Wasser flohen viele Überlebende des Erdbebens daher in höher gelegene Gebiete. Nach Schätzungen der Behörden betraf die Gefährdung solcher Überflutungen zeitweise 750.000 Menschen. Um möglichen Flutwellen vorzubeugen, bereiten chinesische Soldaten nun Sprengungen der durch Erdrutsche verschütteten Flussläufe vor. Außerdem haben die Behörden eine Überprüfung der Staudämme angeordnet.
Millionen Obdachlose
Das Erdbeben mit der Stärke 7,9 ereignete sich am 12. Mai 2008 etwa 1550 Kilometer südwestlich von Peking in der chinesischen Provinz Sichuan. Die meisten Todesopfer wurden aus den Gebieten der Städte Mianvang, Devang, Chengdu und Guangyuan gemeldet. Doch selbst in Peking, Shanghai, Hanoi und Bangkok waren die Auswirkungen zu spüren. Das stärkste Beben in China seit 1976 beschädigte in Sichuan und den anliegenden Provinzen mehr als fünf Millionen Gebäude, dabei wurden rund 5,8 Millionen Menschen obdachlos.
zuletzt aktualisiert: 05.06.2008
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