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Ein Jahr nach dem Erdbeben in Sichuan 

China

Knapp ein Jahr nach dem verheerenden Erdbeben in der chinesischen Provinz Sichuan geht der Wiederaufbau zügig voran. Mit ihrer Partnerorganisation "Amity Foundation" hilft die Diakonie Katastrophenhilfe den über 5 Millionen Obdachlosen, neue Häuser zu erbauen und die Folgen der Katastrophe zu verarbeiten.

Eine Schwester und ein Bruder, die ihren Vater beim Erdbeben verloren haben, freuen sich auf ihr neues Zuhause im Dorf Woyun. Foto: Amitiy Foundation

Alle im Dorf helfen mit beim Wiederaufbau in Woyun/Mianzhu. Foto: Amitiy Foundation

Am 12. Mai erschütterte ein Erdbeben der Stärke 7,9 die chinesische Provinz Sichuan.

Mehr als 70.000 Menschen kamen bei der Katastrophe um.

Über 370.000 Menschen wurden bei dem Erdbeben verletzt. Knapp sechs Millionen haben ihr Zuhause verloren und übernachten auf der Straße – auch aus Angst vor Nachbeben.

Mitarbeiter der Partnerorganisation „Amity Foundation“ kümmern sich um Opfer der Erdbebens.

Etwa 10.000 Decken, 7.500 Planen, 416.000 kg Reis und 36.400 l Öl wurden von unserem Partner verteilt.

Dennoch reichen die Decken und Planen nicht für alle.

Mitarbeiter des Partners „Amity Foundation“ bepacken einen LkW mit Hilfsgütern.

Auch Trinkwasser wurde in die Katastrophenregion gefahren.

Das Wiederaufbauprogramm der chinesischen Hilfsorganisation konzentriert sich auf das mitten im Erdbebengebiet liegende Dorf Woyun in Mianzhu County. Das Beben hatte dort so viele Häuser zerstört, dass die Einwohner den Wiederaufbau nicht aus eigener Kraft bewältigen konnten. Zur Unterstützung wurde Kwong Chun-Kin, ein Bauexperte aus Hongkong, nach Woyun geschickt. Mehrere Wochen blieb er im Dorf und vermittelte den Betroffenen die wichtigsten Sicherheitsstandards und Grundlagen einer erdbebensicheren Bauweise. Bis Oktober 2009 sollen in Woyun insgesamt 500 neue Wohnhäuser entstehen.

Menschen blicken wieder nach vorn

Die Unterstützung zeigt positive Wirkung. "Wir trafen auf einen erstaunlichen Optimismus bei den Erbebenopfern", berichteten Anne und Hugh Wire, Mitarbeitende der Amity Foundation. Stolz zeigte ihnen ein älteres Ehepaar im Dorf Woyun zwei Metallcontainer in der Ecke ihres kleinen Hauses, in denen sie Reis und Saatgut vor Nässe und Mäusen geschützt aufbewahren. Damit ist die nächste Aussaat und somit die Zukunft der beiden Reisbauern gesichert. Mehr als 6.000 solche Metallcontainer haben die Helfer an die Bauern in Mianzhu County ausgegeben. Außerdem wurden 100 Tonnen organischer Dünger für den Anbau von Knoblauch, dem neben Reis wichtigstem Erzeugnis in der Region, verteilt.

Betreuung und Bildung

Da eine Katastrophe dieses Ausmaßes für viele Betroffene einen schweren Schock bedeutet, schickte die Organisation ein Team aus sechs Psychologen und Sozialarbeitern in das Katastrophengebiet. Dieses kümmert sich um Menschen, die Angehörige verloren hatten oder verletzt in Krankenhäusern lagen. Außerdem engagiert sich Amity im Bildungsbereich. Da es vielerorts an Lehrkräften, Möbeln und Lernmaterial fehlte, stellte die Partnerorganisation der Diakonie Katastrophenhilfe Aushilfslehrer für Schulen und Kindergärten zur Verfügung. Aber erst mit dem zusätzlich gelieferten Spiel- und Lernmaterial kehrte endgültig wieder Leben in die Schulen zurück.

zuletzt aktualisiert: 05.05.2009

> Online spenden: Katastrophenhilfe weltweit

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