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Reshe Nimay Dash legt die dunkle Stirn in tiefe Falten und erinnert sich an die Nacht, als Zyklon Sidr über sie hereinbrach: „Wir hatten die ganze Nacht hindurch unglaubliche Angst. Der Wind hat unsere Hütte hin und her gerüttelt – aber sie ist stehen geblieben“. Mit der Unterstützung der Diakonie Katastrophenhilfe wurde sie aus Materialien gebaut, die Wirbelsturm und Überflutung standgehalten haben.
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Der Wirbelsturm Sidr ist mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 240 Stundenkilometer über das Dorf von Reshe Nimay Dash hin weg gefegt. Dann trat der Fluss über den Deich und überschwemmte alles. Hier im Südwesten von Bangladesch leben die Ärmsten der Armen des Landes. In ihren einfachen Hütten aus Bambus, Rattan oder Reisstroh sind die Menschen den regelmäßigen Wirbelstürmen und Überschwemmungen schutzlos ausgeliefert.
Gemeinsam für mehr Schutz
Die lokale Nichtregierungsorganisation NABOLOK baut deshalb mit Unterstützung der Diakonie Katastrophenhilfe befestigte Hütten für diejenigen, die sich so etwas aus eigener Kraft nicht leisten können. Handwerker sind nach Perikhali gekommen, haben die Mauern für Reshe Nimay Dash hochgezogen, die Pfeiler aufgestellt und das Dach befestigt. Den Rest hat er selbst erledigt: Für den Boden holte Reshe Nimay Dash Lehm vom nahen Flussufer, und hat ihn zwischen den Mauern aufgeschüttet, gestampft und glatt gestrichen.
Eine große Erleichterung
Froh, dass er ein solches Glück hatte, steht Reshe Nimay Dash im Eingang seiner Hütte. Hinter ihm steht ein einfaches Bettgestell aus Holzbrettern, auf dem die Hälfte der Familie schläft. Die anderen schlafen auf dem Lehmboden. An der Wand hängen zwei zu Tragetaschen umfunktionierte Reissäcke neben einem kleinen Spiegel, in dessen Rahmen ein paar Familienfotos neben einem Bild von Shiva stecken. Eine einfache Hütte - aber sie ist stehen geblieben.
Klaus Sieg
zuletzt aktualisiert: 31.01.2008
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