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|| Home > Hilfe weltweit > Projekte > Indischer Ozean > Berichte aus Sri Lanka > Tsunami-Hilfe macht Frauen unabhängig
Wirtschaftliche Existenz sichern 

Tsunami-Hilfe macht Frauen unabhängig

Batticaloa zählt zu den Regionen, die im Dezember 2004 von der verheerenden Tsunamiwelle besonders stark verwüstet wurden. Tausenden Menschen wurde ihre Lebensgrundlage genommen. Viele Frauen verloren zudem in dem 20-jährigen Bürgerkrieg ihre Männer und sind auf sich allein gestellt. Und ihre Möglichkeiten, Geld zu verdienen waren bislang, aufgrund ihrer niedrigen Stellung in der Gesellschaft, sehr schlecht – doch das hat sich nun geändert.

Viele Witwen mussten sich nach dem Tsunami eine neue Existenz aufbauen.
Viele Witwen mussten sich nach dem Tsunami eine neue Existenz aufbauen.
Foto: Paul Jeffrey/ ACT International

Thevathas Thayaretnam ist stolz auf ihren Erfolg. Der kleine Laden vor ihrem Haus in Amirthakali, einem kleinen Fischerdorf im Osten Sri Lankas, bringt der 43-Jährigen Witwe und ihren Kindern ein sicheres Einkommen. Täglich verdient sie rund fünf Euro am Tag, wenn die Geschäfte besonders gut laufen, sind es auch ein mal zehn. Diese Selbständigkeit verdankt sie der Diakonie Katastrophenhilfe, die seit April 2005 mit der lokalen Organisation NESEDA daran arbeitet, die Situation der Frauen mit der Bereitstellung von Kleinkrediten zu verbessern. Und die Diakonie Katastrophenhilfe legt dabei auch großen Wert darauf, dass die Produkte vermarktet werden können, damit die Frauen ihre Tatkraft nicht vergeblich einsetzen.

Ein gutes Geschäft

Mit 150 Euro konnte Thevathas Thayaretnam so einen Laden aufbauen – und ihr Engagement trägt Früchte: 60 Prozent der Summe hat sie bereits abgezahlt. Und sie sparte sogar etwas Geld: „Darüber habe ich vorher nie nachgedacht. Aber jetzt weiß ich, dass das für mein Überleben wichtig ist. Ich bin glücklich und dankbar für die Hilfe. Sie macht mich unabhängig.“

Auch Iruthayamalara geht es so: Als Kriegswitwe und Mutter von zwei Kindern hatte sie durch den Tsunami neben ihrem Haus auch ihre Einkommensgrundlage, die Aufzucht von Hühnern, verloren. Durch den Kleinkredit konnte sie die Hühnerzucht wieder aufnehmen. Zusätzlich begann sie, Schul- und Handtaschen zu nähen. „Ich bin jetzt in einer sehr guten Lage“, sagt sie. „Ich kann meine Familie ernähren, ich habe begonnen, Geld zu sparen und den Kredit zurück zu zahlen. Ich bin sehr glücklich, weil ich weiß, dass ich überleben kann.“

zuletzt aktualisiert: 20.12.2007

> Online spenden: Katastrophenhilfe weltweit

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