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Der Zyklon Sidr war am 15. November 2007 mit Windgeschwindigkeiten von über 240 Stundenkilometern über Bangladesch gezogen und hatte eine 70 Kilometer breite Schneise durch das Land geschlagen. Besonders betroffen ist die Küste im Süden des Landes. Von dort zog der Sturm nordwärts auch über die Hauptstadt Dhaka hinweg. Mit dem Sturm gingen eine meterhohe Flutwelle und sehr heftige Regenfälle einher. Viele Dörfer wurden dabei komplett zerstört.
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Wie viele Menschen dem Zyklon zum Opfer gefallen sind, ist noch immer unklar. Derzeit sprechen die Behörden von mindestens 5.000 Toten. „Betroffen sind vor allem die Ärmsten der Armen“, weiß Peter Rottach, Mitarbeiter der Diakonie Katastrophenhilfe. „Sie wohnten in Hütten aus Lehm, Plastikplanen, Brettern und Stroh. Die hat der Sturm fast völlig weggerissen. Viele der Armen lebten bisher vom Fischfang oder der Landarbeit. Diese Einkommensgrundlage ist ihnen genommen, denn Sidr hat die Fischerboote versenkt und die kurz vor der Ernte stehenden Reisfelder zerstört.“
Viele Menschenleben durch Vorbeugung gerettet
Sidr ist vergleichbar mit den Stürmen 1970 und 1991. Bei dem Zyklon im Jahr 1970 waren eine halbe Million Menschen in Bangladesch ums Leben gekommen. 1991 starben 138.000 Menschen durch eine von einem solchen Sturm ausgelöste Riesen-Flutwelle. Seitdem wurden von Regierungsseite und Nichtregierungsorganisationen wie etwa den Partnern der Diakonie Katastrophenhilfe Vorsorgemaßnahmen eingeführt. Dazu gehören Notfall- und Ablaufpläne in den Dörfern oder der intensive Bau von zyklonsicheren Schutzbauten. So konnten diesmal viele Tausende Menschen durch die lokalen Partner gewarnt und evakuiert werden. Verheerende Folgen wie bei früheren Stürmen wurden verhindert.
Bereits mit dem Eintreffen der ersten Warnmeldungen begannen die lokalen Partnerorganisationen Prodipan und Nabolok mit den Vorbereitungen der Hilfsmaßnahmen. Über deren Büros und Dorfkommitees wurden auch Dörfer über das Bevorstehende informiert, die nicht über Strom, Radio oder Fernsehen verfügen. Bei den anschließenden Evakuierungen halfen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Partnerorganisationen. In den zyklonsicheren Fluchtgebäuden wurden als vorbeugende Maßnahme Wasserkanister verteilt, da es nach einem Zyklon in der Regel zu einer Trinkwasserknappheit kommt.
zuletzt aktualisiert: 07.12.2007
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