Die Tropenstürme Noel und Olga haben in der Dominikanischen Republik im Oktober und Dezember 2007 zu schweren Überschwemmungen geführt. Erdrutsche begruben Tausende von Häusern unter sich, circa 100.000 Menschen verloren ihr Zuhause. Die Diakonie Katastrophenhilfe verteilte über ihre Partnerorganisation MUDHA Lebensmittel, Trinkwasser, Kerzen und Moskitonetze. Daneben sollen umfassende Aufklärungsarbeiten die Menschen für zukünftige Überschwemmungen, die durch den Klimawandel vermehrt erwartet werden, besser rüsten.
Die Menschen in der Dominikanischen Republik leiden noch immer unter den Folgen der Tropenstürme Noel und Olga, die Ende 2007 über das Land hereingebrochen waren. Heftige, tagelang anhaltende Regenfälle beraubten Tausende Menschen ihres Zuhause und ihrer Existenzgrundlage. Von Noel war vor allem der Südwesten, vom Tropensturm Olga der Nordosten des Landes betroffen.
Die starken Regenfälle ließen die Flüsse über die Ufer treten – verheerend für die angrenzenden Armensiedlungen. „Diese Menschen lebten schon vor den Überschwemmungen unter ärmlichsten Bedingungen. Nach den Stürmen haben viele ihr letztes Hab und Gut und damit jegliche Perspektive verloren“, so Astrid Nissen, Mitarbeiterin der Diakonie Katastrophenhilfe.
Dringend benötigte Unterstützung
Die Diakonie Katastrophenhilfe verteilte damals bereits kurz nach dem Unglück über ihre Partnerorganisation MUDHA Lebensmittel, Trinkwasser, Kerzen, Moskitonetze und Matratzen. „Wir packten in jedes Nothilfepaket Warnhinweise zur Gesundheitsgefährdung. Die Gefahr, dass es zum Ausbruch von Seuchen kommt, war sehr hoch. Wir sagten den Menschen, dass sie das Wasser auf keinen Fall zum Trinken, Kochen oder auch nur zum Waschen benutzen dürfen,“ beschreibt Nissen die ersten Nothilfemaßnahmen.
Risikoprävention
Neben den Gesundheitsfragen sollen die Betroffenen aber auch über Themen wie Risikoprävention, Umwelt und Landwirtschaft aufgeklärt werden. Dabei sind die Gemeinden bis heute aktiv eingebunden: Gemeinsam mit MUDHA sollen beispielsweise bis Ende Februar 2008 Familien- und Gemeinschaftsparzellen angelegt werden, um Gemüse anzubauen. Gemeinschaftliche Aufräumaktionen für ein sauberes und damit auch gesundes Lebensumfeld sollen zudem das Umweltbewusstsein stärken.
Die Diakonie Katastrophenhilfe ist optimistisch, dass durch die sehr guten Strukturen der Partnerorganisation und ihre langjährige Erfahrung die Menschen umfassend beim Wiederaufbau unterstützt und bestmöglich vor einer neuen Überschwemmung gerüstet werden können.
zuletzt aktualisiert: 26.02.2008
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