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Fünf Jahre sind vergangen seit der Unterzeichnung des Friedensabkommens zwischen der Befreiungsbewegung „Sudan‘s Peoples‘ Liberation Army“ und der sudanesischen Regierung. Der nun weitgehend unabhängig verwaltete Südsudan verzeichnet seitdem ein enormes Bevölkerungswachstum: Vier Millionen Binnenvertriebene und Flüchtlinge kehren nach und nach in ihre Heimat zurück. Sie stehen vor einem Neuanfang.
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Die größte Schwierigkeit beim Wiederaufbau ist der Mangel an sauberem Trinkwasser. Die unzureichende Wasserversorgung erschwert den Menschen das Überleben und den Rückkehrern die Ansiedelung in ihrer Heimat. Die Diakonie Katastrophenhilfe sorgt gemeinsam mit dem projektumsetzenden Lutherischen Weltbund (LWF) dafür, dass in Ikotos fünf neue Tiefbrunnen gebaut werden. Dadurch erhalten 1.500 Haushalte Zugang zu sauberem Trinkwasser. Die Dorfbewohner sind stets beteiligt: Sie gründen Wasserkomitees und werden in der Wartung der Pumpen geschult.
Gesundheitszustand deutlich besser
Die Brunnen tragen auch maßgeblich zur Verbesserung des Gesundheitszustands der Dorfbewohner bei. Da der Südsudan über eine unzureichende Gesundheitsversorgung verfügt, ist die Vermeidung von Krankheiten und Seuchen sehr wichtig. Neben der Errichtung von 250 Latrinen bekommen die Dorfbewohner deshalb eine Hygiene-erziehung, in der sie lernen, wie sie die Grundregeln der Hygiene einhalten.
Neue Schulgebäude für 300 Kinder
Die mangelnde Infrastruktur im Sudan macht sich auch bei den Schulen bemerkbar. Die Gebäude wurden während des Krieges zerstört oder zweckentfremdet, in Bildung wurde nicht investiert. Bisher verfügen nur 14 von 52 Schulen über Schulgebäude. In Ikotos sollen drei neue Schulgebäude mit Auffangsystemen für Regenwasser, Latrinen, Möbeln und ausreichend Lernmaterial dazu beitragen, den Zugang zu Bildung in der Region zu verbessern.
Langfristige Ernährungssicherung
Je besser die Lebensverhältnisse werden, desto mehr Menschen kehren zurück. Die Neuankömmlinge werden durch die Verteilung von Saatgut und landwirtschaftlichen Werkzeugen in ihrer Selbstversorgung unterstützt. Sie erhalten Trainings zu den Themen Aussaat und Lagerung von Saatgut. Bis 2011 sollen 3.000 Familien in Ikotos ihr Leben mit Hilfe der Landwirtschaft wieder selbst bestreiten können. Dank des LWF, der Diakonie Katastrophenhilfe und des Bundesministeriums für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), welches das Hilfsprojekt finanziell fördert, ist ein hoffnungsvoller Schritt getan auf dem mühsamen Weg des Wiederaufbaus im Südsudan.
zuletzt aktualisiert: 17.02.2010
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