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An der indischen Ostküste fegte der Tsunami im Dezember 2004 über unzählige Siedlungen von Fischern hinweg. Ein gutes Zehntel der 7.500 Kilometer langen Küstenlinie wurde zerstört. Besonders groß waren die Schäden im Bundesstaat Tamil Nadu, aber auch Dörfer in Kerala und Andhra Pradesh wurden überflutet. 16.000 Inder kamen in den Fluten um.
Die Diakonie Katastrophenhilfe unterstützte gemeinsam mit lokalen Partnern die Tsunami-Überlebenden in Indien in 27 Projekten mit 15,7 Millionen Euro. Neben der Verteilung von Fischerei-Ausrüstung wurden Häuser wieder aufgebaut und Startkapital zur Gründung von Kleinunternehmen zur Existenssicherung und -verbesserung bereitgestellt. Auch eine psychosoziale Betreuung/ Traumabehandlung gehörte zur Arbeit der lokalen Partnerorganisationen dazu.
„Wir kümmern uns besonders um Frauen, die sich und ihre Kinder alleine durchbringen müssen, Waisenkinder und Behinderte“, berichtet Sushant Agrawal, Direktor des Hilfswerkes indischer Kirchen (CASA). Vorrangig berücksichtigt werden zudem die Dalits, die als „Unberührbare“ in der indischen Gesellschaft noch immer zahlreichen Diskriminierungen ausgesetzt sind.
Vorsorge ist besser
Im Rahmen der Katastrophenprävention werden auf den Andaman-Inseln Gemeindezentren - so genannte Rescue Centers - errichtet, die den Inselbewohnern bei künftigen Überflutungen oder Wirbelstürmen Schutz bieten sollen. Weiter gehört zu dem Projekt die Verteilung von Booten, alternative Energieerzeugung und Mangrovenschutz bzw. -wiederaufforstung. Projekte auf dem indischen Festland beinhalten Frühwarnsysteme, Küstenschutz durch Mangrovenaufforstung, Schutzzentren sowie die Verteilung von salztolerantem Saatgut. Alle Projekte dienen der Bevölkerung, sich auf künftige, vor allem klimabedingte Katastrophen besser vorzubereiten.
zuletzt aktualisiert: 20.12.2007