| || Diakonie Katastrophenhilfe in der Landeskirche Hannovers > Hungernot in Ostafrika |
Insgesamt mehr als 6,7 Millionen Euro hat die Diakonie Katastrophenhilfe bisher für die Opfer der schweren Dürre in Ostafrika bereitgestellt. Mehr als 12,4 Millionen Menschen leiden am Horn von Afrika in unter den Folgen der schlimmsten Dürre seit über 60 Jahren. In manchen Gebieten sind bereits drei von zehn Kindern massiv unterernährt.
Besonders dramatisch ist die Situation in Somalia, wo der andauernde Bürgerkrieg die Not der Menschen verschärft. 3,7 Millionen Somalier, darunter 1,25 Millionen Kinder sind laut Vereinten Nationen dringend auf Hilfe zum Überleben angewiesen. Nach Einschätzung der Direktorin des evangelischen Hilfswerks, Pfarrerin Cornelia Füllkrug-Weitzel, ist es "dringend notwendig, die Hilfe so stark wie nur möglich zu intensivieren. Wir rufen deshalb zu Spenden und damit zur Unterstützung für die Dürreopfer auf", sagte sie. Die Helfer vor Ort sind besorgt, dass sonst das Sterben am Horn von Afrika dramatisch zunimmt. Die Diakonie Katastrophenhilfe hilft gegenwärtig rund 500.000 Menschen in Ostafrika.
Das Hilfswerk stellt Trinkwasser bereit, verteilt Plastikplanen und Moskitonetze, baut Latrinen und installiert Wassertanks. Das Außenministerium Deutschlands unterstützt das Projekt.
"Eine Hungersnot entsteht nicht von einem Tag auf den anderen. Die Menschen in Ostafrika leiden seit langem an ausbleibenden Regenzeiten. Sie haben kein Saatgut und keine Tiere mehr. Jetzt droht ihnen der Hungertod", betont Füllkrug-Weitzel. "Wir müssen jetzt durch schnelle und umfangreiche Hilfe ein dramatisches Sterben verhindern. Die größte Katastrophe ist das Wegschauen!", mahnt sie.
Doch Nothilfe allein reicht nicht aus. Denn so wenig wie die Hungerkatastrophe von heute auf morgen entstanden ist, so wenig lassen sich die Ursachen und Folgen der Dürre kurzfristig bewältigen. Der Klimawandel verschärft diese Situation. In Kenia und Äthiopien hilft die Diakonie Katastrophenhilfe durch Verteilung von Tierfutter, Medikamenten und Wasser den Menschen ihre Viehherden durchzubringen, damit ihre Existenz auch nach der Dürrekrise gesichert ist. Außerdem werden Wasserspeicher und Teiche angelegt, die helfen künftige Trockenzeiten besser zu überstehen.
Für die weitere Hilfe bittet die Diakonie Katastrophenhilfe um Spenden und Kollekten.
Spendenkonto Diakonie Katastrophenhilfe:
Kontonummer: 4488
BLZ: 251 205 10
BfS Hannover
Stichwort „DKH-Ostafrika"
Ansprechpartner:
Uwe Becker, Tel. 0511-3604-166
uwe.becker@diakonie-hannovers.de
Michael Türk, Tel. 0511-1241-904
michael.tuerk@evlka.de