| || Diakonie Katastrophenhilfe in der Landeskirche Hannovers > Flutkatastrophe Pakistan |
Weite Landstriche in Pakistan stehen nach den schweren Überschwemmungen unter Wasser. Millionen von Menschen müssen in Notlagern campieren. Im Nordwesten des Landes unterstützt die Diakonie Katastrophenhilfe rund 60.000 Flutopfer. Rainer Lang von der Diakonie Katastrophenhilfe: "In den Notlagern versorgen wir zurzeit Tausende Menschen täglich mit Trinkwasser."
Wir haben ein Dorf besucht, das vier Tage lang bis zu vier Meter unter Wasser stand, berichtet Lang. Von den 1.700 Häusern sind 400 völlig zerstört und fast alle beschädigt. Am Rande des Dorfes treiben noch Kadaver toter Büffel, die noch nicht geborgen werden konnten, auf den überschwemmten Feldern. Hier unterstützt die Diakonie Katastrophenhilfe die Aufräumarbeiten. Einige Ortsteile sind völlig zerstört worden. Der Wiederaufbau ist ohne Hilfe von außen nicht möglich, sagt Lang.
25 Großtanks bereits in Betrieb
In der Nothilfe verteilt die Diakonie Katastrophenhilfe Nahrungsmittel, Zelte, Plastikplanen und Hygienesets. Ein Schwerpunkt ist auch die Trinkwasserversorgung. Hier sind 25 Großtanks bereits im Einsatz, weitere 50 sollen folgen. Den Flutopfern hat das evangelische Hilfswerk auch längerfristige Hilfe beim Wiederaufbau zugesichert und kann dabei auf jahrelange Erfahrung im Land zurückgreifen. Verzweifelt warten die Menschen darauf, dass sich das Wasser wieder zurückzieht, berichtet Lang. Die Opfer hausen auf engstem Raum in öffentlichen Gebäuden wie Schulen oder müssen in einem Zelt oder unter Plastikplanen in einem der vielen Notlager leben.
"Stark im Wiederaufbau engagieren"
Viele Opfer wollen oftmals ihr Dorf nicht verlassen. Viele wollen so bald wie möglich mit den Aufräumarbeiten beginnen. Aber dafür muss zunächst das Wasser weg. Dafür brauchen die Flutopfer jede Unterstützung. Nach Ansicht eines einheimischen Koordinators der Diakonie Katastrophenhilfe sollte dies so schnell wie möglich geschehen. Wir wollen uns stark im Wiederaufbau engagieren, sagt der Kollege am Ort, der den verzweifelten Dorfbewohnern weitere Unterstützung zugesichert hat. Die meisten haben alles verloren.
Dorfkomitees helfen bei der Verteilung
Die Diakonie Katastrophenhilfe stützt sich auf Dorfkomitees mit ehrenamtlichen Helfern, die bei der Verteilung helfen. Es werden keine fertig zubereiteten und konservierten Lebensmittel verteilt. Vielmehr erhalten die Familien während den nächsten Tagen eine warme Mahlzeit am Tag. Lebensmittel aus Konservendosen betrachten die Menschen in der betroffenen Region eher mit Skepsis.
Regionaler Handel teils unterbrochen
Das Gebiet war schon vor der Flut schlecht versorgt. Mitarbeiter der Diakonie Katastrophenhilfe haben vor der Flut folgende Problemfelder genannt, die sich verschärft haben: Der lokale und regionale Handel ist aufgrund der schwankenden Sicherheitslage weiterhin teilweise unterbrochen, was zu massiven Einnahmeverlusten führt. Öffentliche Basisdienstleistungen sind nach wie vor nicht flächendeckend und in ausreichender Qualität und Zahl verfügbar.
Für die weitere Hilfe bittet die Diakonie Katastrophenhilfe um Spenden und Kollekten:
Spendenkonto Diakonie Katastrophenhilfe
Kontonummer: 4488
BLZ: 251 205 10 (BFS Hannover)
Stichwort: "DKH - Pakistan"
Diakonisches Werk der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers
Ebhardtstr. 3 A
30159 Hannover
Ansprechpartner:
Uwe Becker, Tel. 0511-3604-166
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Michael Türk, Tel. 0511-1241-904
michael.tuerk@evlka.de